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Konzert am 30.12.2018 im Dammer Dom

Man sollte häufiger in diese wunderschöne Kirche gehen. Besonders wenn man das erleben darf, was ich heute erlebt habe.

Ich hatte nicht mit der vollen Kirche gerechnet, aber als ich draußen mich in eine 100 Meter lange Schlange eingliedern musste, ahnte ich, dass die Kirche brechend voll sein würde. Und als der Pastor mir sagte, 850 Karten seien verkauft und zusätzlich hätte man auch noch Bänke aufgestellt, war ich nicht mehr überrascht, denn diese Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Viele standen sogar, und alle sahen, nein, starrten nach vorn, denn dort zogen 130 Chormitglieder ein: Kirchenchor St. Viktor Damme, Chorgemeinschaft St. Gertrud Lohne und die Gehrder Stimmen.

Und vor dem Altar hatte sich das Orchester pro musica aus Osnabrück postiert.

Alle unterhielten sich gedämpft, das Startfieber hatte sie gepackt, und als der Pastor zu reden begann, wurde es mucksmäuschenstill, und er kündigte das heutige Programm an. Und als er endete, warf er beiläufig ein: Zum Schluss gibt es keine Kollekte, was ein helles Lachen in der Kirche hervorrief.

Und dann ging es los. Ich will nicht von den einzigen Liedern, Tempi, Arrangements erzählen, mehr von der Stimmung, die jeden ergriff. Die festliche Atmosphäre im weihnachtlich glänzenden Altarraum infizierte in Augenblicken das Kirchenschiff, und als das Orchester mit dem Dirigenten Peter Zanetti zu spielen begann, durchlief mich das erste Zittern.

Und dann kam Gabriel Isenberg, hob die Hände, und als er den Startschuss abfeuerte, begann der Chor aus vielen Kehlen zu singen. Der Klang schallte über die Köpfe der Gläubigen, und meine Nachbarin legte ihre Hände ineinander, um deren Beben zu bändigen. Ich möchte sagen, ich fühlte mich auf den Schwingen, die mich durch die Lüfte trugen. Und beim nächsten Lied flog ich weiter in himmlische Sphären (so sagte man das wohl früher), aber ich schwebte weiter über dunkle Wälder, und ich meinte, das könne nicht gesteigert werden, doch dann ging es richtig erst los. Neben dem Dirigenten stand die feine Sopranistin Steffi Isenberg. Nein, sie sang nicht. Sie sang viel viel viel mehr, und in ihrer Stimme war ein besonderer Ton, vielleicht ein sanfter Ton, der mich still machte. In ihrer Stimme schwang das mit, was einen elektrisiert, so dass man möchte, dass es nicht mehr aufhört. Und als ihr letzter Ton ihres „O Holy Night“ verklang, wollte ich aufspringen und frohlocken, doch meine Frau zog mich auf den Sitz zurück.

Hier hätte die ganze Kirche aufspringen müssen, doch man achtete auf das, was der Pastor vorher gesagt hatte: Der Beifall gehört dem Schlussapplaus, denn als alles vorbei war, erhoben sich vor Respekt die Zuhörer –alle ohne Ausnahme – und sie wollten sich nicht setzen. Sie applaudierten zehn Minuten, und selbst die Chormitglieder stampften vor Begeisterung in der Gewissheit, eine wunderbare Stimme erlebt zu haben.

Und der Pastor hatte recht: Mit den Professionellen in Berlin und Hamburg könnten diese Musiker und Sänger/innen mithalten. Ich möchte sagen: Nicht nur mithalten, die Chöre zeigten besonders ihre Fähigkeit, uns mit auf eine Reise zu nehmen und uns für sich und die Lieder und für Weihnacht einzunehmen. Und mit dieser Stimmung lass ich mich nun ins neue Jahr tragen.

Vielen Dank an alle und besonders an Gabriel!

 

Der Räuber Erwin mit Pucki, der vor dem Dammer Dom eine Hauptrolle spielen wird

Nicht nur zum Vergnügen in Berlin

Das war ein Abend: Dersa Highlanders

 

 

 

Als Peter Persing, der vor Jahren den größten Kriminalfall der Dammer Berge gelöst hatte, mir sagte, dass die Dammer Dersa Highlanders in der Aula des Gymnasiums in Damme einen zweistündigen Auftritt hätten, war ich anfangs ein wenig vorsichtig. Zwei Stunden schöne, aber zu laute Musik? Nun, wir waren da, und es war keine Enttäuschung, im Gegenteil: Es war überwältigend. Die Aula war mit 600 Zuschauern besetzt, von Anfang an gute Atmosphäre, es gab nicht nur in der Pausenhalle Bier, sondern auch schottischen Whisky, und als Helmut Gieskemeyer seine Pipers and Drummers auf die Bühne führte, war die Aula erhitzt und vor Spannung zum Bersten gebracht. Und der Major Fritz Koch stand vorn wie ein Fels in der Brandung, und alle nicht enden wollenden Beifallskundgebungen prallten von ihm ab wie Watte, seine Miene verzog er nicht unter seinem bunten Zylinder.

Und als Lothar Holtmann den Mund aufmachte, gewann er im Handumdrehen die Sympathien der Zuschauer, besonders meiner Frau. Lothar ist zweifellos kein Moderator, er ist ein Conférencier, der heiter und sprachgewitzt durch das Programm führte wie damals Moses die Israeliten durchs Rote Meer.

Dann schwebten die singenden Moorgeister auf die Bühne, und hätte meine Frau mich nicht festgehalten, ich hätte mich am liebsten in den Chor gestellt, um mitsingen zu können. Der Geist von Schottland wehte durch die Haare der Zuschauer, und als Eileen Kähling die Geige strich und uns die Flötentöne präsentierte, brachte sie das Fass voller Spannung und traditioneller schottischer Musik zum Überlaufen. Und dahinter die Tänzerinnen von Iris Scheding.

Es war ein ausgezeichneter, unvergessener, kulturbeschwingter Abend    und wir vom „Theater Dammer Berge“ sind begeistert von  den Dammer Highlanders und Helmut Gieskemeyer.

 

DREHBÜHNE
Ich weiß es nicht genau, aber ich gehe davon aus, dass unser Theater als einziges Amateur-Theater eine DREHBÜHNE hat. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich.
Der spiritus rector dieser Drehbühne ist Ludger Kohake.
von links: Richard Kähling, Bernd Hagen, Karl Landwehr, Andre Wegmann, Ludger Kohake,
Magisches Datum: 2.6.2017
Florian und Jessica heiraten.
Wir wünschen den beiden Glück und Liebe.
Die Liebe ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

 

Unterrichtsszene im Theater

Am 18.3.2017 wird darüber ein Film gedreht.

Die erste Leseprobe!

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Werner Schiller:
Mir hat diese Feier gezeigt, dass wir eine große Theaterfamilie sind. Alle sind wichtig! Sonst hätten wir nicht diese Erfolge erreichen können. Der Kulturpreis für uns ist eine einzigartige Teamleistung!

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OV, Romeo trifft Julia, 17.6.16

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Einige Vorstandsmitglieder trafen sich, um sich den Kirchplatz ein wenig genauer anzusehen. Es geht – rein theoretisch – darum, ob sich der Kirchplatz als Bühne für das neue Theaterstück im Jahre 2017  geeignet ist.

Diese Gedanken haben sich gemacht:

Aloys Schulte, Werner Schiller, Bernd Kessens, Karoline Zerhusen, Stefan Rinklake

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Den Eisernen Räuber für Bernd Kessens

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Der Eiserne Räuber ist die höchste Auszeichnung des Theaters Dammer Berge und geht in diesem Jahr an Bernd Kessens.
Entsprechend dem ursprünglichen Beschluss des Vorstands sollte eigentlich Werner Schiller die Auszeichnung verliehen werden, doch dieser selbst entwickelte die Idee, Bernd Kessens auszuzeichnen.

Und der Theaterpoet Konny Meyer kommentierte diese Idee mit lyrischen Versen:
In geheimer Runde tagte im Theaterverein der Rat der Weisen
und beschloss, dir zu verleihen den Räuber aus Eisen.
Wir meinten, nach jetzt sieben Stücken
wird es Zeit, dich damit zu beglücken.
So wurde auf einer Feier Bernd Kessens wegen seiner vielfältigen Aktivitäten von Werner Schiller, stellvertretendem Vorsitzenden, und von Karoline Zerhusen mit dem Eisernen Räuber ausgezeichnet. Die Feier der Verleihung wurde zu einer kulturellen Veranstaltung, denn Viktoria Wolf-Themann und Aloys Schulte hielten Plädoyers auf Kessens als Autor und Regisseur von 7 Theaterstücken. Das erste Theaterstück war „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“ vor 11 Jahren und das letzte Stück, die Komödie „Ist der Winter bestechlich?“ datierte vom April dieses Jahres. Das gesamte Ensemble von 35 Personen gratuliert dem Spiritus Rektor des Theaters Dammer Berge.

Am 13. August um 11.00 Uhr verlieh Gerd Muhle, Bürgermeister von Damme, Josef Uptmoor die Ehrenamtsmedaille.

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Josef Uptmoor ist bei 6 Theaterstücken unseres Theaters  über einen Zeitraum von 10 Jahren als Bühnenmaler tätig.

Er entwarf und malte Kulissen für die  Theaterstücke, beginnend von „Die weiße Frau von der Dersaburg“, über „Wunderheiler wider Willen“, über „Glückauf – eine unvergessene Liebe“, über „Amerika und das große Glück“, über „Im Westen geht die Sonne auf“ bis zum diesjährigen Theaterstück „Ist der Winter bestechlich?“
Zu würdigen sind nicht nur die überdimensionalen außergewöhnlichen Bühnenbilder von 6 x 8 Metern, nicht nur deren außergewöhnlich und zu prämierende künstlerische Qualität, sondern darüber hinaus auch sein zeitaufwändiges Engagement über jeweils Monate – teilweise nächtens in der Aula, um von den Schülern während der Unterrichtsstunden nicht gestört zu werden – vor den Aufführungen, später in den Zerhusen-Hallen.
Außerdem ist er als Berater und Kreator von Szenerien, Motiven und Bühnenbildern tätig und hochzuschätzen. Der Theaterverein Dammer Berge hat Josef Uptmoor schon deshalb schon vor Jahren mit dem Eisernen Räuber ausgezeichnet.
(Wir wissen, dass Josef Uptmoor kein Salvatore Dali ist, aber für das Gemälde von 6 x8 Metern über die Auswanderung nach Amerika brauchte er etwa vier Monate, Dali aber für dasselbe Format einige Jahre.)
Auch in diesem Jahr 2015 hat er zwei neue Originale gemalt, die auf der Bühne zu sehen waren.

Aus Wolf wird the Mann

Es gibt zum Glück noch Wunder. Das ist am letzten Samstag um 11 Uhr im Standesamt in Vechta passiert. Aus Wolf entstand the (engl.) Mann.
Ungefähr 150 Gäste durften daran teilnehmen, als Jens Themann unserer Viktoria Wolf den Ring ansteckte, und beide sagten: JAViktorias Hochzeit

Dann begann vor der Tür ein begnadeter Saxophonist zu spielen, und in einem weißen Kostüm schritt Viktoria die Treppen des Alten Rathauses hinunter, zerschnitt mit einer Schere das Band, das ihre Kindergartenkinder ihr hinhielten. Dann ging sie durch das Spalier der festlich gekleideten Kinder, der vielen Gäste, Freunde, Verwandte und der Schauspieler des Theatervereins Dammer Berge. Und als Viktoria und Jens unsere Glückwünsche empfingen, sangen wir das Lied, das Viktoria im letzten Theaterstück gesungen hatte:
Ihr werdet sie immer spür’n,
Ihr werdet sie immer spür’n,
Ihr werdet sie immer spür’n
die Liebe pur!

Herzliche Glückwünsche!

Eine äußerst heitere Lehrstunde über Korruption

Um es vorweg zu sagen: Es war ein bemerkenswerter Abend, den ich in der Dammer Gymnasiums Aula erlebte, als ich mir das Stück von Bernd Kessens ansah. Der Titel erscheint zugleich als Programm: “ Ist der Winter bestechlich?“ Also auch der Hausdichter des Theaters Dammer Berge hatte sich des allwaltenden Themas Korruption angenommen und es in die Dammer-Borringhausener Szene gesetzt, nicht als Trauerspiel (wie man vielleicht erwarten könnte), sondern als Komödie, einem Genre, das dem gewitzten Dramatiker ebenso liegt wie die politische Arbeit.

Die politische Aufklärungsarbeit stand gleichwohl im Vordergrund, wie sie auch in all seinen Theaterstücken zuvor als Grundtenor spürbar war. Hier aber in seinem jüngsten Werk dominierte sie, hier konnte er aus dem Nähkästchen plaudern, war er doch über dreißig Jahre lang selbst linksherzschlagend in der politischen Szene in Damme und Vechta tätig und wusste, wovon er redete.

Die eigentliche Fabel ist schnell erzählt: Zwei gewiefte Investoren planen ein Biogasprojekt bei Borringhausen und garantieren der Gemeinde, sofern man ihnen die Baugenehmigung gibt, jährliche Millionenrenditen. Um die Meinungsmacher in den Ratsfraktionen von den Vorteilen für die Gemeinde zu überzeugen, werden sie mit Wein, Weib und Gesang geködert, und den Ratsmitgliedern wird von Werner Schiller, einem Grande des städtischen Theaters, eine phantasievolle Rechnung aufgemacht, die auch dem Publikum Hochachtung und Lachsalven abnötigt. Bevor aber der Zug in die falsche Richtung abgeht, wird vom Dramatiker noch eine Göttin der Unbestechlichkeit, Incorruptibilitatis, eingeführt, die, man ahnt es, schon alles zum Guten wenden wird.

Aber dann kam das Wunder wirklich. Die Korruption hatte sich derart in die kleine Community hineingefressen, dass man das Schlimmste befürchten musste. Die Bürger schienen geblendet, die Investoren rieben sich hämisch grinsend die Hände, nur die recherchierende und investigativ tätige Journalistin (Jessica Possenriede) der lokalen Postille verteidigte hartnäckig die Moral der Wohlanstädigkeit und Wahrheit und löste schließlich das „Wunder“ aus, das Erscheinen der besagten Göttin (dea ex machina) aus dem Off (Sabrina Kirschner) und die Katharsis, die Reinigung der irregeleiteten Bürger einschließlich der Investoren und das gemeinsame hymnische Singen der neuen Parameter „Ehrlichkeit und Recht und Wahrheit für das Business weltweit…“ Und das war dann der Schluss, etwas überraschend, aber für alle wünschbar, ja, so müsste es sein!

Großer Beifall quittierte die Leistung des Dramatikers Bernd Kessens, der mit Scharfsinn, Witz und allgewaltigen Spruchweisheiten aus seinem pädagogischen und philosophischen Nähkästchen ein kleines aufklärerisches Wunder vollbracht hat.

Großer Beifall ganz ganz besonders für Leistung der Schauspieler mit den tragenden Rollen: Jessica Possenriede als couragierte Journalistin mir Biss und Charme, Karoline Zerhusen als Lockvogel mit Telelächeln, Viktoria Wolf, deren blitzende Augen selbst das männliche Publikum in der letzten Reihe zu bezirzen vermochte, Saskia Volbers gab die saturierte Investorenfrau II sehr überzeugend, und unter den Ratsmitgliedern stach Magdalena Meyer hervor, die ihre Rolle spielte als wäre es im richtigen Leben. Unvergessen bleibt dem Kritiker die Rolle der in den Ruhestand gehenden scharfzüngigen Journalistin (Nena Welzel), die mit der tiefen Stimme die Politiker ironisch und doppelschneidig aufs Korn nimmt.

Den männlichen Hauptfiguren (Werner Schiller, der überzeugt agierende Stefan Rinklake, ein ausgezeichneter Aloys Schulte und der schöne Frank Westerhaus) schienen die Rollen auf den Leib geschrieben, glänzende Figuren in einem dunklen Geschehen, das – man muss es eigens betonen – in eine raffinierte Melange aus Bühnen- und Filmszenen gesetzt wurde, eine Heidenarbeit für die vier Film-Techniker im Hintergrund, ebenso wie der künstlerisch akzentuierte Bühnenbau von Josef Uptmoor und Markus Hackstette.
Dafür, dass die komplexe Technik so einwandfrei ablief, zeichnen Ludger Kohake, Damian Piegsa und Richard Kähling Verantwortung. Musikalisch wurden ebenfalls Akzente gesetzt in gewohnt professioneller Weise und ebenso professionell performt von Karoline, Saskia und Viktoria.
Nicht zu vergessen die Jagdhornbläser, die an entscheidenden Stellen Freud und Leid der Jagd wie aus einem Guss bebliesen.
Großen Dank nochmals an den „Manager“ Bernd Kessens für einen durch und durch unterhaltsamen Abend in der Aula des Gymnasiums in Damme.

Hans-Joachim Oestmann, Studiendirektor

(bezieht sich auf die Aufführung vom19.04.2015)

Prinz Frank Hörnschemeyer und sein Hofstaat

Ein unvergessener Abend: Prinz Frank Hörnschemeyer mit seinem dynamischen Hofstaat beehrte unseren Theaterverein.
Wir haben das Beste aus uns herausgepresst: 2 Lieder von Hans Schneppat, ein Sketch von Konny Meyer und Karl Landwehr, eine Szene aus dem Theaterstück „Ist der Winter bestechlich?“ mit Magdalena Meyer und Aloys Schulte und unsere Ehrerbietung für Frank, der in 3 Theaterstücken herausragende Rollen spielte.

Prinz Karneval

Wer wird der nächste „Eiserne Räuber“ beim Theater Dammer Berge werden?

Im August wird jemand aus dem 40-köpfigen Ensemble mit dem „Eisernen Räuber“ ausgezeichnet werden.

Die bisherigen Preiträger sind:

  1. Richard Kähling
  2. Josef Uptmoor
  3. Karoline Zerhusen
  4. Gabi Butke
  5. Ludger Kohake
  6. Damian Piegsa
  7. Bernd Kessens
  8. Werner Schiller
  9. https://www.youtube.com/results?search_query=theater+dammer+berge