Schauspieler III

Werner Schiller

Nein, er ist kein guter Schauspieler, er ist ein sehr sehr guter Schauspieler, sagt Bernd Kessens, und jeder aus dem Ensemble weiß das, und jeder wundert sich darüber hinaus, dass Werner den überaus langen Text in kürzester Zeit im Kopf hat. Und den Text der anderen zusätzlich auch noch. Einfach ein  Phänomen!

Werner Schiller  spielte in allen 7 Stücken die Hauptrolle wie auch jetzt in dem Stück „Ist der Winter bestechlich?“.
Werner Schiller spielt einen Investoren, der der Stadt ein „moralisches Angebot“ macht, das die Ratsmitglieder interessanterweise aber ablehnen. So greift er „notgedrungen“ zu den sanften Mitteln der Verführung. Unwissende Menschen muss man schließlich zur Klugheit führen.

Werner1

 Meike Stangenberg

Die weltbeste Souffleuse ist Meike Stangenberg, sagen unsere Schauspieler, die hin und wieder auf dem Schlauch stünden, wenn sie sie nicht hätten.
Meike ist von Anfang an und soufflierte schon im Räuberstück „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“ und in den weiteren Stücken.

Stangenberg Meike

Und für uns ist sie symbolisch ein Glücksbringer geworden; denn kurz vor der Premiere des ersten Theaterstückes wünschte sie uns nicht nur toi toi toi, sondern drückte jedem ein Herz -darauf ein grün / roter Glückskäfer – in die Hand . Und diesen trägt der Regisseur bis heute in seiner Anzugstasche.

 Diese Kolumne stand in der OV:
Souffleuse – lies bitte bitte weiter und auch ein bisschen lauter!

Wer keine Souffleuse kennt, sollte sie unbedingt kennen lernen. Sie ist nicht nur eine aparte Französischlehrerin, sondern auch eine Frau, die besonders gut flüstern kann. Sie ist – wie einstens die Pferdeflüsterer – die Einflüsterin des gesamten Theaterensembles, und alle Schauspieler verlassen sich auf sie. Sie ist ihr Notnagel. Ohne sie liefe gar nichts, und kein Schauspieler ginge ohne sie auf die Bühne.
Ein Mann kann wegen seiner gutturalen Laute aus der Tiefe seiner Kehle nicht flüstern, deshalb gibt es ja auch nur die Souffleuse. Sie sitzt in einem unbequemen Kasten vor der Bühne und hilft den Schauspielern aus der Patsche, wenn sie darein geraten sind. Obwohl alle Schauspieler ihren Text aus dem eff-eff beherrschen, gibt es wegen des Lampenfiebers hin und wieder einen Gedankensprung und im schlimmsten Fall eine partielle Amnesie. Dann springt die Souffleuse geschickt ein und bringt den Vergesslichen zurück auf den Pfad des Textes.

Heutzutage gibt es auf modernen Bühnen keinen Kasten mehr für die Souffleuse. Ein Kasten ist architektonisch ungünstig, sagen die Bühnengestalter, und für Regisseure ist der Kasten wie ein Staubkorn im Auge. Tatsächlich ist der sperrige Souffleusenkasten optisch nicht schön, er ist eine Barriere beim Schauen, und deshalb haben sich in den letzten Jahren die Kästen in Luft aufgelöst. Die Souffleusen aber sind wichtiger denn je. Kaum der Kasten von der Bühne verbannt worden ist, sucht der Schauspieler rascher denn je nach seinem Fixstern, an dem er sich orientieren kann. Ohne Netz und doppelten Boden würde kein Schauspieler es wagen, sich in einen Salto mortale zu stürzen.
Heute steht die Souffleuse an den Seiten der Bühne zwischen den Kulissen oder hinter den Seitenvorhängen. Aber sie haben sich auch in Kisten und unter Betten versteckt und geflüstert. So ist der Arbeitsplatz der Souffleuse sicherlich nicht bequemer geworden, und nicht eine einzige Gewerkschaft hat sich für den Arbeitsplatz einer Souffleuse eingesetzt.
In Leipzig war es aber ganz anders. Ich saß in der ersten Reihe eines Theaters. Neben meinem Platz blieb ein Platz frei, auf dem ein Zettel lag: Besetzt, reserviert für die Souffleuse. Und als sie kam, eine blonde Frau, nickte sie freundlich zu mir, nahm ihren Text und flüsterte und flüsterte. Und ich war begeistert, denn meine Schwerhörigkeit – deswegen sitze ich in der ersten Reihe – war wie weggeblasen.

Die beste Souffleuse, die ich persönlich kenne, sitzt wie früher in einem Kasten in der Aula des Gymnasiums in Damme und rettet die Schauspieler, wenn sie SOS funken. Sie artikuliert klar, deutlich und vernehmlich. Sie ist textsicher und heißt Meike Stangenberg. Und wenn Sie sie erleben wollen, dann kommen Sie doch am 17. März zu der Premiere „Amerika und das große Glück“

Konny Meyer

Über Magdalena stieß Konny zur Truppe und spielte sich schnell in die Bewunderung seiner Schauspielerkollegen. Zuerst im Bergwerksdrama, dann einzigartig im Amerikaschauspiel, als er den deutsch-amerikanischen  Beamten spielte, der alle südoldenburgischen Einwanderer mit seinem prononcierten Akzent unter die Lupe nahm. Dass er im nächsten Theaterstück einen Spätaussiedler darstellte, ist allen unvergesslich;  besonders aber präsentiert er seine besten Zitate aus eigener Versschmiede anlässlich der Verleihung des „Eisernen Räubers“.

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Hans Schneppat

Jedes Theaterstück hat einige Lieder.  Leitmotivische Lieder, getextet und komponiert von Hans Schneppat. Das erste Lied war das Lied der entführten Anna Maria Wieferich aus „Räuber vom Mordkuhlenberg“, und dann ging es Schlag auf Schlag und zum Schluss drei Lieder in dem Spätaussiedlerdrama „Im Westen geht die Sonne auf“.

Annas Klagelied

Kirchenmauer, dir klage ich,
ich heiß’ Anna Maria Wieferich.
Ich streute Erbsen auf meinen Weg
bis da, wo ich mich schlafen leg’.
Kirchenmauer, ach Kirchenmauer,
mein Leiden dauert nun schon sieben Jahr´.
Den Eid hab ich geschworen auf das Wort des Herrn,
zu schweigen und zu bleiben immerdar.
Man nahm die Freiheit und die Ehre mir,
muss dienstbar sein, sonst ergeht´s mir schlecht.
Was bleibt ist Hoffnung auf Befreiung und ein Leben,
das würdig ist und recht.

Hans Schneppat

Damian Piegsa

Ich habe das Licht auf der Bühne für unbedeutend angesehen, aber seit ich Damian Piegsa kenne, weiß ich, dass das Licht im Theater ENTSCHEIDEND ist, sagt der Regisseur Bernd Kessens.

Gut für alle, dass Damian diese Funktion wie im Schlaf beherrscht und die Kunst der Beleuchtung derart verfeinert hat, dass die Schauspieler optimal  in Szene gesetzt werden können.

Damian Piegsa

Sina Landwehr

Sina Landwehr hat als 14-Jährige schon auf der Bühne im Theaterstück „Glückauf – eine unvergessene Liebe“ gestanden. Im nächsten Jahr spielte sie die verzogene Tochter eines Grundherrn im Stück „Amerika und das große Glück“. Mit der Rolle aber, die allen in der Erinnerung bleiben, spielte sie sich als Enkelin des Großvaters (Werner Schiller) in die Herzen der Zuschauer. Die Oldenburgische Volkszeitung setzte ein Foto der beiden auf die Kulturseite.

Sina

Bernd Stolle und Oliver Weber

Die Schauspieler der ersten Stunde im Stück „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“.

Bernd Stolle als der Händler von Osnabrück, dem man neben dem Schweizer Haus auf dem Weg zum Mordkuhlenberg ein eisernes Denkmal gesetzt hat.

Bernd Stolle, Landrat Focke

Gabi Butke

Ohne Gabi Butke hätten wir fast nackt auf der Bühne gestanden! Warum? Es ist einfach: Aus den frommen Bürgern Werner Schiller und Karl Landwehr hat sie waghalsige Räuber im 1. Theaterstück „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“ verwandelt. Von der Maske bis zum Kostüm, von der Perücke zur Uniform haben alle Schauspieler den ureigenen Stil von Gabi Butke  bekommen. Um das hinzukriegen, hat sie schöpferische Phantasie,  malerisches Talent, und einen ausgeprägten Sinn für Farben- und Formen. Deshalb wurde sie mit der Auszeichnung „Eiserner Räuber“ ausgezeichnet, denn 7 Theaterstücke zeigen ihre unverwechselbatre Handschrift.

Gabi Butke

Lilli Braun

Lilli Braun macht aus alltäglichen Männern besondere und aus schönen Frauen  Stars – dank ihrer Begabung, den Schauspielern den richtigen Schliff zu verpassen.

Lilli Braun

 

 

 

 

 

 

Steffen Theile

Steffen Theile ist kurz vor Beginn der Proben zum Theaterstück „Ist der Winter bestechlich?“ zu uns gekommen und hat in Vertretung eines verhinderten Schauspielers die Rolle des Ratsvorsitzenden übernommen und cool präsentiert.Steffen Theile

 

 

 

 

 

 

Dr. Ingeborg Rieken-Gerwing

Ingeborg Rieken-Gerwin

In den zwei bedeutendsten Theaterstücken des Theaters Dammer Berge übernahm Dr. Ingeborg Rieken-Gerwing die schwierige Moderatorenrolle. Mit klarer Stimme, ausdrucksstarker Geste und präzisen Angaben verknüpfte sie die vielen Szenen in „Amerika und das große Glück“ und „Im Westen geht die Sonne auf“ so eindrucksvoll, dass der Redakteur der Oldenburgischen Volkszeitung sie ausdrücklich für ihre große Leistung heraushob.